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Nach Los Angeles folgt Charlotte

Einschätzung meines Rennens in Kalifornien und Vorschau zur C-USA Meisterschaft in Charlotte, North Carolina. 

 

Es ist bereits einige Tage her seit meinem Einsatz in Kalifornien. Neben der Schule, war auch die Enttäuschung über das Resultat ein Grund, dass ich mir etwas mehr Zeit liess für diesen Rückblick. Nachdem in den vergangenen Monaten mein Training unglaublich gut lief, war ich äusserst gespannt, was ich an diesem stark besetzten Rennen leisten kann. Ich war in der dritt-schnellsten Serie eingeteilt und die Pace war auf 14:00 angesetzt. In den letzten 24 Stunden vor dem Wettkampf lief dann aber leider alles falsch, was auch immer falsch gehen konnte: Unser Flug wurde gestrichen, unser zweiter Flug war verspätet und folge-dessen verpasste ich den Anschlussflug. So landete ich drei Stunden vor dem Rennen, nach 14h Reisezeit, in Los Angeles. Wir fuhren vom Flughafen direkt zur Rundbahn und erreichten diese rund 70 Minuten vor dem Start meines Rennens. 

Beim Einlaufen fühlte ich mich dem Umständen entsprechend gut und entschied mich die geplanten Rundenzeiten anzulaufen. Dies klappte überraschend gut, ich passierte 3000m in 8:29 genau wie wir erhofften. Nun war es Zeit auf das Tempo zu drücken. Ich war am Ende der Spitzengruppe und somit in der perfekten Position. Doch irgendwann waren meine Beine und vor allem mein Kopf nicht mehr frisch genug, um ganz an der Spitze mitzumischen. So verlor ich den Anschluss und die letzten paar Runden war dementsprechend nicht mehr gerade schnell. 14:26 ist zwar nur gerade acht Sekunden langsamer als meine persönliche Bestleistung, doch ich bin mit hohen Erwartungen angereist und da ist diese Zeit doch schon eine deutliche Enttäuschung. Es brauchte einige Tage um zu akzeptieren, dass ich unter diesen Umständen nicht meine Topform ausnützen konnte. Doch Laufsport ist für mich viel mehr, als nur ein einziges Rennen und so gilt es wieder den Fokus nach vorne zu richten.

 

So habe ich zum Beispiel bereits am kommenden Wochenende eine kleine Möglichkeit um mich für die erste Runde der NCAA Meisterschaften zu qualifizieren. Diese Meisterschaftsrennen sind häufig taktisch, so gibt es keine Garantie auf ein schnelles Rennen, was es für die Qualifikation bräuchte, so wird mein Fokus vorwiegend auf den Medaillen liegen.

C-USA Meisterschaften

Diese Meisterschaft ist aus meiner Sicht, eines der interessantesten Wochenende in meinem Rennkalender. Ich werde über 10000m und 5000m starten. Die 25 Runden werden am Freitag gelaufen und am Sonntag folgt die 5000m. Auch wenn ich mittlerweile im Training solide Kilometerumfänge laufe, ist diese Doppelbelastung doch eine rechte Herausforderung. Für mich ist es deshalb vor allem faszinierend herauszufinden, wie ich mich innert weniger als 48 Stunden möglichst gut erholen kann und wieder konkurrenzfähig sein werde. Ich habe bereits etwas Erfahrung vom vergangenen Jahr und ich bin gespannt wie es sich in diesem Jahr anfühlen wird. 

 

Details bezüglich Livestream und Resultate folgen am Donnerstag 09.05.2019.

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