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Enttäuschende Cross EM

Bild: Daniel Mitchell
Bild: Daniel Mitchell

An meinen ersten Elite Cross Europameisterschaften konnte ich meine Erwartungen mit dem 82. Rang deutlich nicht erfüllen.

 

Nach einer erfolgreichen Cross Saison in den USA, hatte ich die erste Möglichkeit, die Schweiz an einer aktiven EM zu vertreten. Nach einigen Jahren Absenz auf der europäischen Laufbühne, durch mein Studium in den USA, wollte ich natürlich zeigen, was in mir steckt und war äusserst motiviert um diese Chance optimal zu nutzen.

 

Ich startete äusserst gut in das Rennen; nach einer kurzen Startgerade bog ich in der Mitte des Feldes in die erste Kurve ein, wo es deutlich zuwenig Platz für die 90 Athleten hatte. In der Folge konnte ich meinen Plan von einem zurückhaltenden Rennbeginn gut durchsetzen, um dann auf der zweiten Streckenhälfte aufzudrehen. Doch bereits nach der zweiten Runde merkte ich, dass sich meine Beine nicht ganz so locker anfühlen, wie in den vergangenen Rennen. Mit noch 5 Runden vor mir musste ich schon näher ans Limit laufen, als geplant. So wurde aus der spannenden Möglichkeit, mich mit den besten Europäern zu messen, eher ein Sololauf im Hinterteil des Feldes. Ich beendete das Rennen mit 3:45 Rückstand auf dem 82. Rang, deutlich von einem erhofften Rang im Mittelfeld entfernt.

 

Ein Resultat wie dieses ist natürlich nicht ganz einfach zu verdauen, ich weiss aber auch, dass ich bis zu diesem Zeitpunkt eine ausgezeichnete Saison hingelegt habe. Im Vergleich zu einer europäischen Saison war meine doch einiges länger: während ich sieben Rennen innert rund drei Monate absolvierte, liefen die meisten meiner Konkurrenz an diesem Rennen wohl nur gerade 3 bis 4 Wettkämpfe. Da dies meine erste volle US Cross Saison war, konnte ich die Müdigkeit nicht ganz abschätzen. So fühlte ich mich vor dem Start zu diesem EM Rennen zwar sicher nicht mehr ganz frisch, doch ich war überzeugt, dass ich bereit bin, die Schweiz würdig zu vertreten. Wie es scheint, war ich dabei wohl etwas zu optimistisch.

 

Wie aus jedem anderen Rennen, werde ich auch aus diesem meine Lehren ziehen. Was ich aus der ganzen Saison sicher mitnehmen kann, ist, dass ich einen grossen Schritt nach vorne gemacht habe. Doch es wurde mir auch hier deutlich gezeigt, dass es an die Spitze noch ein weiter Weg ist. Ich bin äusserst motiviert um noch härter zu arbeiten und möchte schon heute damit beginnen. Vorerst gibt es für mich nun eine Woche Pause, bevor ich mit den Vorbereitungen für die Hallensaison starte. 

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